Building Information Modeling (BIM)

Seit dem Jahr 2003 begleiten wir aktiv die Entwicklungen der digitalen Fabrik im Rahmen von Fabrikplanungsaufgaben. 3D CAD ist seither obligatorisch. Aber CAD alleine ist noch lange nicht BIM. BIM steht für durchgängige Workflows im Lebenszyklus eines Gebäudes, für Methoden und Prozesse. Ganz nach unseren Leitlinien digital, modular, synergetisch.

3D CAD


Konstruieren in durchgängigen 3D Modulen, geteilt mit Architekten, Tragwerksplanern und Prozessplanern ist langjähriger Standard bei Fact und ein Teil von BIM.
Für Koordinierungsaufgaben und für CAD (Computer-Aided Design)/ CAM (Computer-Aided Manufacturing) Prozesse zweifellos ein wichtiger. Verbunden mit objektorientierter Datenhaltung auch eine Brücke zum CAFM (Computer-Aided Facility Management). Aber insgesamt sind CAD Zeichnungen nur ein Aspekt, vollständig und konsistent (vielleicht) zum Zeitpunkt der Errichtung. Kontinuierliche Datenpflege beim langjährigen Betrieb mit vielen Dienstleistern ist ein oft schwer lösbarer Aspekt. Wir arbeiten hier immer ergänzend mit 3D Laserscans und selektiven ergänzenden Dokumentationen.

4D Zeit


Zeit meint im BIM Kontext oft die Zeit für die Herstellung des Gebäudes oder der Anlage.
Es gibt aber auch die Notwendigkeit zur Koordination der Zeit für Planung, Beschaffung, Betrieb mit Wartungszyklen, Gewährleistungen usw. Objektorientiertes CAD erlaubt Visualisierungen des Bauablaufs und definiert das SOLL. Baubegleitende Laserscans zeigen im Vergleich das IST, sind Qualitätssicherung und Dokumentation zugleich. Zeit in Relation zu Planungsarbeitspaketen beschreibt das Projekt Information Modelling (PIM). Leistungsverzeichnisse mit Positionen (Objekte) sind Grundlage für Verträge, für Gewährleistung an der Schnittstelle für CAFM Prozesse. Wir haben für 4D mehrere Softwarelösungen. Zentrale Verbindung sind Objekte, als Komponente, Modul oder Teilanlage.

5D Kosten


Herstellkosten im Vergleich zu Baubudgets erscheinen bei der Planung oft als wichtiges Kriterium.
Genau genommen geht es aber um Total Cost of Ownership (TCO) mit Herstellkosten, Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten, sowie Verbrauchskosten. Neben geeigneten Werkzeugen zur Kostenermittlung in der Planungsphase (Schätzung, Berechnung etc. als Entscheidungsgrundlage) oder zur Steuerung des Einkaufs von Bauleistungen geht es auch in Simulationen um Energieverbrauch, Anlagenbetriebsstrategie uvm. Softwareanwendungen sind Simulationsprogramme (dynamische Lastgänge, Betriebssituationen), Konfigurationen und Kostendatenbank sowie Raumbuch/Gerätelisten.

Das 99D oder mehr Problem


Genaugenommen beschreibt 3D/4D/5D nur drei differenzierte Blickwinkel auf das gleiche Objekt.
Ganz genau genommen sogar mit sehr eingeschränktem Blickwinkel für den Zeitraum bei Planung und Erstellung. Andere Blickwinkel sind für Eigentümer und Betreiber leicht definierbar. Zum Beispiel wo sind Flächenbilanzen, Dokumentation von Wiederholungsprüfungen, die geschlossene Dokumentation von Genehmigungsunterlagen usw. BIM ist mehr als 5D.

Womit wir uns beschäftigen und was uns bewegt...